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Zufallsversuche mehrstufig
Häufig müssen Zufallsversuche untersucht werden, die aus mehr als einem einzigen
Experiment bestehen. Diese Versuche setzen sich aus mehreren hintereinander ausgeführten einstufigen Versuchen zusammen.
Beispiel Münzwurf:
Zwei Münzen werden gleichzeitig geworfen.
Alle möglichen Ergebnisse werden in der Ergebnismenge zusammengefasst:
S = { ww ; wz ; zw ; zz }.
Die Wahrscheinlichkeiten lassen sich einfach bestimmen (Laplace- Experiment).
P(ww) = P(wz) = P(zw) = P(zz) = 0,25
Nun wirft man eine Münze zweimal hintereinander und zeichnet dazu ein Baumdiagramm.
Die Wahrscheinlichkeiten werden an die jeweiligen Pfade geschrieben.
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Die Ergebnismenge S = { ww ; wz ; zw ; zz }
ist natürlich dieselbe wie im ersten Versuch.
Die Wahrscheinlichkeit für das einzelne Ergebnis erhält man durch Multiplikation der Wahrscheinlichkeiten längs des Pfades:
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Mit Hilfe solcher Ergebnisbäume, auch Baumdiagramme genannt, kann man übersichtlich Wahrscheinlichkeiten bei mehrstufigen Zufallsversuchen berechnen.
Dabei stellt jeder Pfad ein Ergebnis des Zufallsexperimentes dar.
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Beispiel
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Der Schülerrat eines Berufskollegs besteht aus 3 Schülern und 2 Schülerinnen.
Es wird ausgelost, wer in diesem Jahr Vorsitzender und Stellvertreter wird.
Zuerst wird der Vorsitzende und dann der Stellvertreter ausgelost.
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| a) |
Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird je eine Schülerin Vorsitzende und eine Schülerin Stellvertreterin?
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| b) |
Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird eine Schülerin Vorsitzende und ein Schüler Stellvertreter?
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| c) |
Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird eine Schülerin Stellvertreterin?
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Video 1 Von OberPrima
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Baumdiagramm ohne Zurücklegen:
Diese Aufgabe hat Olaf Hinrichsen in einem Video auf seiner sehenswerten Webseite
http://oberprima.com
ausführlich erklärt.
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Es handelt sich um ein zweistufiges Zufallsexperiment, das durch ein Urnenmodell
simuliert werden kann. In der Urne befinden sich 5 Kugeln, 2 rote stehen für Schülerin und 3 schwarze stehen für Schüler.
Nacheinander werden zwei Kugeln aus der Urne gezogen
(Ziehen ohne zurücklegen).
Ein Baumdiagramm veranschaulicht diesen Sachverhalt.
Pfadregeln
Im Beispiel wurden Wahrscheinlichkeiten mit Hilfe der Pfadregel berechnet.
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1. Pfadregel
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In einem Baumdiagramm ist die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses gleich dem Produkt der Wahrscheinlichkeiten längs des zugehörigen Pfades.
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2. Pfadregel
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In einem Baumdiagramm ist die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses gleich der Summe der für dieses Ereignis zugehörigen Pfadwahrscheinlichkeiten.
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Merke
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In einem Baumdiagramm führt jeder Pfad zu einem Ergebnis des Zufallsversuches. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ergebnisses ergibt sich durch Multiplizieren aller Zweigwahrscheinlichkeiten entlang des zugehörigen Pfades.
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Fasst man die Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Pfade in einer Tabelle zusammen, so erhält man die Wahrscheinlichkeitsverteilung.

Sie lässt sich auch graphisch in einem Säulendiagramm darstellen.
Die Summe der Wahrscheinlichkeitenergibt immer 1
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Video 2 Von OberPrima
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Mehrstufige Zufallsversuche Basisvideo:
Hierzu gibt Olaf Hinrichsen in einem Video auf seiner sehenswerten Webseite
http://oberprima.com
ausführliche Informationen.
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Beispiel
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In einer Urne befinden sich 3 rote und 2 gelbe Kugeln.
Nacheinander werden zwei Kugeln mit zurücklegen gezogen.
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| a) |
Erstellen Sie das Baumdiagramm und die Wahrscheinlichkeitsverteilung als Tabelle und als Diagramm.
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| b) |
Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis
A: Die gezogenen Kugeln haben ungleiche Farben.
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| c) |
Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis
B: Mindestens eine gezogenen Kugel ist gelb.
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Beispiel
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In einer Urne befinden sich 3 rote und 4 gelbe Kugeln.
Nacheinander werden zwei Kugeln ohne zurücklegen gezogen.
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| a) |
Erstellen Sie das Baumdiagramm und die Wahrscheinlichkeitsverteilung als Tabelle und als Diagramm.
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| b) |
Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis
A: Die zweite gezogene Kugel ist rot.
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| c) |
Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis
B: Beide Kugeln haben die gleiche Farbe.
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